Was genau ist in der Kosmetik drinnen, dass Ihre Haut so seidig wird? Wir haben für Sie 13 Chemikalien aufgelistet, die in gängiger Kosmetik enthalten sind.

Weiche Haut, faltenfrei und makellos?

Was Ihnen die Verpackung auf der Creme verspricht, mag sich auch so anfühlen. Doch was genau ist in den Kosmetikartikeln drinnen, dass Ihre Haut so seidig wird? Wenn nicht gerade „Bio“ draufsteht, laden wir Sie ein, Ihre Creme zur Hand zu nehmen und die angeführten Inhaltsstoffe mit unserer Liste unten zu vergleichen.

Ihre Haut wird weich. Doch zu welchem Preis?

Einmal ganz im Ernst, haben Sie sich schon einmal näher mit den Inhaltsstoffen Ihrer Lieblingscreme beschäftigt? Nein? Sie haben meistens keine Lupe im Bad? Nun, es zahlt sich aus, die Inhaltsangabe einmal zu entziffern und hinter die Abkürzungen und Nummer zu schauen. Wir haben für Sie 16 Chemikalien aufgelistet, die in gängigen Kosmetikartikeln enthalten sind. Die Sie Tag für Tag auf Ihre Haut auftragen.

Doch damit bringen Sie die Inhaltsstoffe auch in Ihren Körper. Und das ist genauso, wie wenn Sie die Creme essen würden … Viele Stoffe, die herkömmliche Körperpflegeprodukte verwenden sind schädlich für den Körper, können nicht ausgeschieden werden und haben eine langfristige schädliche Wirkung.

Schutzhülle Haut

Mit – je nach Körpergröße – 1,5-2 m² und einem Gewicht von 10-14 kg bei Erwachsenen ist die Haut das einzige Organ, das wir sichtbar nach außen tragen. Sie schützt unser Körperinneres vor schwerwiegendere Verletzungen und Schäden durch Giftstoffe oder Mikroorganismen.

Doch gewisse chemische Stoffe werden gezielt eingesetzt, um diese Schutzhülle um unseren Körper zu „unterwandern“. Sie sollen unterschiedliche Funktionen haben, Feuchtigkeit in die Haut bringen, Falten wegschmelzen oder die Haut weich machen. Doch was die eingesetzten Chemikalien sonst noch im Körper bewirken, steht auf einem anderen Blatt.

Oder wussten Sie, dass manche chemisch eingesetzten Konservierungsmittel Ihrem Körper falsche hormonelle Signale senden, Allergien auslösen können und in Zusammenhang mit Krebserkrankungen stehen? Sie durchdringen die körpereigene Barriere und werden im Körper abgelagert. Man hat sie sogar in der Muttermilch nachgewiesen!

Gesunde Ernährung reicht nicht mehr aus

Generell haben Sie ein gutes Gewissen, kaufen regional, Bio und fair. So umgehen Sie weitgehend Chemikalien, die in der herkömmlichen Landwirtschaft und Tierzucht verwendet werden. Oder Sie sind vegan und meiden dadurch auch tierische Stoffe. Doch einige Chemikalien, die in Körperpflegeprodukten eingesetzt werden, werden ausgeschieden und gelangen über den Wasserkreislauf in unsere Nahrungsmittelkette.

Das wissen Sie?

Darum verwenden Sie nur Cremen mit (Bio-)Gütesiegel? Damit leisten Sie schon einen großen Beitrag für die Umwelt, doch leider sagt ein Gütesiegel auch nichts mehr aus. Denn es gibt kaum einheitliche Richtlinien zu den Gütesiegeln. Jeder Hersteller darf seine eigenen Siegel entwerfen und unterschiedliche Inhaltsstoffe als „natürlich“ deklarieren.

Greenwashing? – Das Geschäft mit Gedankenlosigkeit

Laut Greenpeace ist Greenwashing dazu gedacht, den Konsumenten in die Irre zu führen. Dabei werden ökologischen Geschäftsmethoden oder ökologischen Vorteile eines Produktes bzw. einer Dienstleistung hervorgehoben, die gar keine sind.

Beispielsweise werden die Fair Trade-Richtlinien erweitert. Man klassifiziert in Produkte, die man „auf der Haut lässt“ und solche, die man „abwäscht“.

  • „Leaveon“ –Produkte: mind. 5 % Fair Trade-Rohstoffe
  • „Rinseoff“ –Produkte: mind. 2 % Fair Trade-Rohstoffe

Kaum ein Konsument denkt darüber nach, woraus die weiteren 95 – 98 % Prozent bestehen. Diese „Restprozente“ können alle möglichen Chemikalien sein, dazu gibt es keine Regelung. „Durch diese Regel könnten rund 50 % der existierenden Kosmetikprodukte ein Fair Trade-Siegel tragen. So wird den Produzenten eine große Bandbreite an Absatzmöglichkeiten eröffnet.“

Tierversuchsfrei? – Habe Sie das gewusst?

Auch beim Label „frei von Tierversuchen“ werden die Tatsachen „harmonisiert“, um sie dem Konsumenten mundgerecht zu verpacken.

Beispielsweise ist mit dem bekannten Label „Humane Cosmetics Standard (HCS)“ (der „Springende Hase“) nur ein Stichtag geregelt, seit dem sich das Unternehmen und seine Zulieferer verpflichten, die Inhaltsstoffe nicht mehr an oder mit Tieren zu testen. Was sich aber in den Kriterien nicht finden lässt, ist der Hinweis, dass „keine Inhaltsstoffe vom toten Tier oder tierquälerisch gewonnene Inhaltsstoffe verwendet“ werden.

Letzter Hinweis ist nur bei den Richtlinien des „Internationalen Herstellerverbandes gegen Tierversuche“ zu finden. Bedeutet das etwa, dass beim „Springenden Hasen“ weiterhin Inhaltsstoffe von toten Tieren in die Produkte wandern? Ein Schelm, wer Böses denkt. Produkte mit der Zertifizierung „BIO“ brauchen kein „Hasen“-Abzeichen, da diese Kriterien in der Zertifizierung bereits enthalten ist.

Umwelt und Gesundheit ade

Bio Kosmetik - Alternative KosmetikAlle Chemikalien, die wir in oder auf unseren Körper bringen, gelangen früher oder später in den Abfluss. Und über Bäche, Flüsse, Meere, Grundwasser in die Umwelt sowie in unsere Nahrungsmittelkette.

Also essen wir sie doch, unsere Cremen …

Kosmetik: 13 Stoffe – schädlich für Mensch und Umwelt

Die hier angeführten Stoffe sind nur ein kleiner Auszug aus den vielen Möglichkeiten, die aus den Laboratorien findiger Kosmetikhersteller an die Konsumenten gelangen.

​​​​Parabene – steigert die Haltbarkeit, erhöht das Krebsrisiko

  • Parabene
  • zählt zu den synthetischen Konservierungsstoffen und wird eingesetzt, um haltbar zu machen.
  • senden Ihrem Körper falsche hormonelle Signale, lösen Allergien aus und können in Zusammenhang mit Krebserkrankungen stehen.
  • findet man mit unterschiedlichen Namen. In der INCI (Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe ) finden Sie eine genaue Auflistung.

80 % der Cremen auf dem Markt beinhalten Parabene, der Stoff wurde auch in der Muttermilch nachgewiesen. Durch den Einsatz mehrerer Cremen kann derart im Laufe eines Tages eine hohe Dosis dieses Giftes in unseren Körper wandern.

​​​​Formaldehyd – konserviert nicht nur Produkte

Leider wirkt Formaldehyd auch als starkes Allergen und ist krebserregend. Es ist bekannt dafür Asthma, Depressionen, Kopfschmerzen und Schwindel zu verursachen. Formaldehyde erkennt man beispielsweise unter den unaussprechlichen Namen Imidazolidinylharnstoff, Bronidox oder Bronopol.

​​​​Billige „Füllstoffe“ – mehr fürs Auge, weniger drinnen

Alles, was sich aus Erdöl erzeugen lässt, verschließt die Haut und verhindert die Hautatmung sowie den Abtransport von Schadstoffen über die Haut. Und schädigt die Umwelt. Außerdem entfettet es die Haut, was zu vorzeitiger Faltenbildung, Akne und anderen Hautirritationen führen kann. Stiftung Warentest 2015 fand in mineralölbasierenden Hautpflegeprodukten auch krebserregende Substanzen. Zu den Erdölprodukten gehören unter anderem Paraffinöl (Paraffinum liquidum) und -wax, Vaseline, Mineralöl, Petrolatum.

Problematisch ist, dass diese Stoffe oft aber auch den Ausgangsstoff für andere Inhaltsstoffe bilden.

Schatz, du riechst so gut

Nicht alles was gut riecht, ist auch gut für den Körper. Cremen werden auch parfümiert, damit man die Inhaltsstoffe nicht riecht. Besonders die nitro- und polyzyklische Moschusverbindungen haben es in sich: Als gängige synthetische Duftstoffe irritieren sie die Haut, können Allergien auslösen und gelten als krebserregend. Manche „gut riechende Substanzen“ verändern unser Erbgut und schädigen Leber und Nerven.

Achten Sie auf die Begriffe wie „Parfum“ oder Fragrance“ bei den Inhaltsstoffen!

Unzertrennlich – durch Emulgatoren

Cremen, Shampoos oder Zahnpasta bestehen aus wasser- aber auch aus fettlöslichen Stoffen. Damit diese beiden Grundsubstanzen in Verbindung bleiben, verwendet man Emulgatoren. Sehr häufig begegnen wir dabei sogenannten Sodium-Lauryl-Sulfat (SLS), Polyethylenglykol (PEG) und seine Derivate (Abkömmlinge). Sie werden häufig aus Erdöl-Derivaten hergestellt, was sie zusätzlich noch umweltschädigend macht.

In der Eigenschaft als „Verbindungsmittel“ erweichen sie Zellwände. Leider nicht nur die von Fett und Wasser, sondern auch von unserer Haut. Damit ermöglichen sie anderen Chemikalien, direkt in Leber und Lunge zu gelangen. Außerdem wirken sie austrocknend, bewirken Haarausfall und schuppige Haut, können Allergien auslösen und Geschwüre im Mund.

Synthetisches Glycerin in der Kosmetik – bindet Wasser, trocknet die Haut aus

Glycerin gehört zu den Zuckeralkoholen. Man findet es in unterschiedlichen kosmetischen Produkten wie Cremen, Körpermilch, Shampoos, Seifen und Duschgels. Glycerin zieht Wasser an und bindet es im Produkt. Kosmetik verkauft unter dem Aspekt, die Haut „feucht“ zu halten, macht das synthetische Glycerin bei der Hautoberfläche nicht Halt sondern entzieht den tieferen Hautschichten sogar Wasser.

Das führt langfristig zu trockener und rissiger Haut.

​​​​So halte ich mir die Sonne vom Leib – aber zu welchem Preis?

Immer mehr Cremen, Lippenstifte oder Make-up enthalten UV-Filter, der uns vor den schädlichen Sonnenstrahlen schützen soll. Kaum jemand denkt daran, dass diese chemischen UV-Filter in der Kosmetik, wie zum Beispiel Ethylhexyl Methoxycinnamate oder Bezophenone ihrerseits schädlich sind.

Sie wirken auf unseren Hormonhaushalt, lösen Allergien aus und stehen im Verdacht, Krebs auszulösen. Auch Padimat-0 (auch Octyl Dimethyl oder PABA genannt) erhöht das Hautkrebsrisiko, da es die Energie der Sonnenstrahlen in freie Radikale umwandelt. Wir müssen uns fragen, was schädlicher für unsere Haut ist. Die Sonnenstrahlung oder die Chemie, die sie abhalten soll.

Weiß und rein? Chemische Bleichmittel nahezu überall – auch in kosmetischen Produkten

Da viele Inhaltsstoffe färbig sind, braucht es Bleichmittel, um die Körperpflegeprodukte wie Zahnpasta, Duschgels, Parfums oder Gesichtscremen schön weiß oder durchsichtig aussehen zu lassen. Hinter den Endungen –anilin, -anilid oder –amine verstecken sich Substanzen, die genau das tun. Allerdings gelten sie auch als krebserregend. Und sind sehr ungesund, weil die Melaninbildung als hauteigener UV-Schutz gehemmt wird. So können die UV-Strahlen ungehindert ihre Wirkung tun.

​​​​So weiche Haut!  – Durch die tägliche Dosis an Weichmachern

Weichmacher sind nicht kuschelfreundlich. Man verdächtigt sie man bereits, das hormonelle Gleichgewicht negativ zu beeinflussen. Chemische Weichmacher in der Kosmetik erkennt man an der Endung -„phthalat“,manchmal sind sie aber auch Bestandteil von denaturiertem Alkohol (Alcohol denat. bzw. auch Cocamide DEA oder Diethanolamine). Und Alkohol steckt ja nun wirklich in fast jedem Produkt, auch in Shampoos drinnen.

Fazit: Weichmacher befinden sich in so vielen Kosmetik-Produkten, dass wir nicht abschätzen können, wie hoch die tägliche Dosis tatsächlich ist.

Umweltschädlich: Palmölgewinnung killt Regenwälder

Auch von der Gewinnung von Palmöl sind wir betroffen. Denn die Regenwälder der Erde dienen dem Klima der Erde. Palmöl ist leider sehr leicht zu gewinnen und daher billig. Und das nutzen viele Kosmetikhersteller (leider auch in der Naturkosmetik, da meist sogar zertifiziert) aus und verwenden Palmöl als antioxidativen rückfettenden Bestandteil. Und da der Konsument schon aufmerksam ist und mittlerweile Palmöl meiden möchte, wird es hinter unterschiedlichen Bezeichnungen versteckt: „palm“ oder „palmitate“, „Cetearyl Alcohol“, „Emulsifiers E471“, „Glyceryl Stearate“ oder „Stearic Acid“ sind die Decknamen.

​​​​Mikroplastik – Peeling oder schleichender Tod?

Ein weiterer zweifelhafter Bestandteil in der Kosmetik ist Mikroplastik. Diese mikroskopisch kleinen Plastikteile verwendet man in Augen-Cremen, Zahnpasten, Sonnenschutzmitteln, Shampoos und aber auch in Wasch- und Desinfektionsmitteln. Man setzt sie dort ein, um die Bildung eines Filmes zu erreichen, um eine Flüssigkeit einzudicken oder einen Peeling-Effekt zu erreichen.

Doch diese kleinen Plastikteile sammeln sich in der Natur und gelangen in unsere Nahrungskette und die von Tieren.

Sie binden außerdem Schadstoffe an sich, die sie im Verdauungstrakt abgeben. Man schätzt rund 500 Tonnen primärer Mikropartikel aus Polyethylen allein in Deutschland pro Jahr. In Wasch- und Desinfektionsmitteln spricht man sogar von 100 Tonnen. Sechs bis zehn Prozent davon fließen in die Meere. Bekannte Mikroplastik: PE, PP, PA oder PET, Nylon-12, Nylon-6, Acrylates Copolymer (AC), Acrylates/ C10-30 Alkyl, Acrylate Crosspolymer (ACS), Polymethyl methacrylate (PMMA), Polyquaternium-7 (P-7), Ethylen-Vinylacetat-Copolymere (EVA)

​​​​Silikone – erst glatt, dann kaputt

Silikone werden in Cremen und Haarpflegeprodukten eingesetzt. Man kann sie kaum ohne Rückstände aus den Haaren ausspülen oder von der Haut abwaschen. Die Haare sehen im ersten Effekt zwar glänzend aus, allerdings werden sie auf die Dauer stumpf und fetten rasch. In Hautcremen Silikone verstopfen auf Dauer die Poren und hinterlassen einen „schön glatten“ Film – mit der Langzeitwirkung von unreiner stumpfer Haut.

Kollagen gegen Falten

Kollagen ist der „Kosmetik Hit“ in Anti-Falten-Cremen. Es ist ein Protein, das nur im Bindegewebe vorkommt und wird aus tierischem Gewebe gewonnen. Es soll das Bindegewebe stärken und Falten „zum Verschwinden“ bringen. Doch Langzeitstudien haben gezeigt, dass es wirkungslos ist. Denn die fremden (tierischen) Kollagenstrukturen sind zu groß, um in unsere Haut eindringen zu können.

Der Effekt der „verschwundenen Falten“ ist daher nur äußerlich sichtbar. Bewirkt aber IN der Haut nichts.

Was kann der Konsumenten tun?

Was kann der Konsument tun? Bio-Kosmetik Aufklärung hilft. Information. Außerdem empfehlen wir, Bio-Kosmetik kaufen. Doch auch hier heißt es, sich genau informieren. Denn Siegel ist nicht gleich Siegel.

So machen Sie es besser – Bio in der Kosmetik

Bio Hyaluron Gesichtspflege