In diesem Blogartikel spricht Frau Prof. Dr. Michaela Döll, über die Herzgesundheit.

Prof. Dr. rer. nat. Michaela Döll ist seit mehr als 20 Jahren als ernährungsmedizinische Expertin im In- und Ausland auf Kongressen und in der Weiterbildung von Therapeuten aktiv. Sie ist Professorin im Fachbereich Lebensmittelchemie an der Universität in Braunschweig. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen Vitalstoffmedizin, Ernährung, Zivilisations – und umweltbedingte Erkrankungen. Mit mehr als 250 Fachartikeln und inzwischen 15 Büchern hat sie sich in der Fachwelt längst einen Namen gemacht. Ihr Expertenrat ist auch in TV-Sendungen und im Hörfunk gefragt.

 

Herzgesund – Unterstützung mit Vitalstoffen

Das Herz muß ein Leben lang enorme Arbeit leisten: im Ruhezustand schlägt es 70 bis 80 mal pro Minute und nimmt pausenlos verbrauchtes Blut an, pumpt es in die Lungen, wo es mit Sauerstoff angereichert wird, holt es wieder zurück und bringt es erneut in den Kreislauf. Im Verlauf eines 80-jährigen Lebens hat das Herz durchschnittlich 3 Milliarden mal geschlagen und dabei ca. 200 Millionen Liter Blut durch die Adern befördert. Kein Wunder wenn die Leistung dieses lebenserhaltenden „Motors“ mit zunehmendem Alter Ermüdungserscheinungen zeigt. Tatsächlich ist der Herztod hierzulande die häufigste Todesursache. Die Risikofaktoren sind hier bestens bekannt: Bluthochdruck, Rauchen, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht, Diabetes mellitus, Stress können die Gefahr für eine Schädigung des Herzens bzw. des Blutgefäßsystems unter Umständen deutlich erhöhen.

Entzündungen – „Feuer“ in den Gefäßen

Seit einiger Zeit ist aus der medizinischen Forschung bekannt, dass bei Herz-, Kreislauferkrankungen vor allem auch unbemerkte Entzündungen eine Rolle spielen. Diese können die Blutgefäße schädigen und die Atherosklerose begünstigen. So wirken beispielsweise die klassischen Herz-, Kreislauf-Risikofaktoren (z. B. Bluthochdruck, erhöhter Gesamtcholesterinspiegel, Rauchen) proentzündlich. Aber auch Übergewicht und Bewegungsmangel fördern die problematischen Entzündungsprozesse in den Blutgefäßen. Und schließlich können die „Brandherde“ auch durch die falsche Ernährung mit viel zuckerhaltigen Lebensmitteln, Weißmehlprodukten und den „falschen“ Fetten angefacht werden. Auch andere Zivilisationserkrankungen wie z. B. Krebs oder Alzheimer bringt man mehr und mehr mit Entzündungsvorgängen, die sich unbemerkt im Körper ausbreiten können, in Verbindung. Ein „antientzündlicher“ Lebensstil mit viel Bewegung, Erhaltung des Normalgewichtes und Verzicht auf Rauchen und viel Alkohol gilt als empfehlenswert. Aber auch vitalstoffreiches Essen mit viel frischem Gemüse, Obst und Gewürzpflanzen gilt als entzündungshemmend.

Entzündungshemmung – aber natürlich!

Auch Vitalstoffe können dabei helfen die „Brandherde“ in den Blutgefäßen zu löschen. Hier sind vor allem Vitamin E          (z. B. Vitamin E Aktiv Komplex) und Coenzym Q10 (z. B. Q10 Komplex, Q10 forte Komplex) zu nennen denn diese Mikronährstoffe wirken nicht nur antientzündlich sondern auch durchblutungsfördernd.
Eine besondere Bedeutung kommt den „richtigen“ Fettsäuren zu: Omega-3-Fettsäuren (Omega 3 forte) die z. B. im Kaltwasserfisch vorkommen, wirken als „Feuerlöscher“ bei bestehenden entzündlichen Prozessen, sorgen für eine Erweiterung der Blutgefäße und einen gesunden Blutfluß und Blutdruck. Und schließlich ist hier auch noch der Weißdorn (Weißdorn-Komplex-Essenz) empfehlenswert. Diese herzstärkende Heilpflanze enthält sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, welche eine Steigerung der Schlagstärke des Herzmuskels (sog. positiv inotrope Wirkung) bewirken, die Durchblutung des Herzens und der Herzkranzgefäße verbessern und den Widerstand, der dem Herzen beim Pumpen des Blutes in die Gefäße entgegengesetzt wird (den sog. peripheren Widerstand), senken. Auch die Anwendungen von Enzymen (Bromelain, Papain, z. B. mit dem Enzym Komplex) ist hier sinnvoll. Die Biomoleküle unterstützen die Selbstheilungskräfte des Körpers im Kampf gegen Entzündungen und sorgen dafür, dass die Heilungsprozesse schneller ablaufen.

Vielen Dank an Prof. Dr. Michaela Döll für den spannenden Beitrag!