In diesem Blogartikel spricht Frau Prof. Dr. Michaela Döll, über die Entgiftung von Leber und Darm.

Prof. Dr. rer. nat. Michaela Döll ist seit mehr als 20 Jahren als ernährungsmedizinische Expertin im In- und Ausland auf Kongressen und in der Weiterbildung von Therapeuten aktiv. Sie ist Professorin im Fachbereich Lebensmittelchemie an der Universität in Braunschweig. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen Vitalstoffmedizin, Ernährung, Zivilisations – und umweltbedingte Erkrankungen. Mit mehr als 250 Fachartikeln und inzwischen 15 Büchern hat sie sich in der Fachwelt längst einen Namen gemacht. Ihr Expertenrat ist auch in TV-Sendungen und im Hörfunk gefragt.

 

Entgiftung – Leber und Darm benötigen unsere Unterstützung

Unser Körper ist geduldig – wir können ihm Tag für Tag die falsche Kost und Genussmittel im Übermaß anbieten, ihm Stress, Belastungen und Umweltgifte aufbürden und damit, auf lange Sicht, seine Stoffwechsel- und Entgiftungsfunktionen auf das Äußerste strapazieren. Vielfach kommt es aber schließlich dennoch zu einer Überforderung der beteiligten Organe – vor allem im Bereich der Leber, welches das wichtigste Entgiftungsorgan darstellt. Eine Unterstützung durch „leberfreundliche“ Pflanzen bzw. Pflanzenextrakte kann hier sinnvoll sein. Auch der Darm ist häufig in Mitleidenschaft gezogen und benötigt – gerade in Zeiten besonderer Belastung – eine besondere Zuwendung.

Die Leber kann sich nicht mit Schmerzen wehren

Die Leber ist die reinste chemische Fabrik: Hier werden Stoffe, die der Körper braucht aufgebaut, umgebaut und schließlich abgebaut. So steuert das Organ u. a. den Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel und mischt ebenso beim Vitalstoff – und Hormonhaushalt kräftig mit. Auch als Entgiftungs- und Ausscheidungsorgan nimmt die Leber wichtige Aufgaben wahr. So filtert die Leber schädliche Substanzen aus dem Blut und wandelt sie in Stoffe um , die beispielsweise über die Nieren gut ausgeschieden werden können. Weiterhin stellt dieses erstaunliche Organ die Gallenflüssigkeit her, die dann in der Gallenblase gespeichert wird. Die in der Gallenflüssigkeit vorhandenen Gallensäuren spielen eine wichtige Rolle bei der Fettverdauung. Damit alle Funktionen erfüllt werden können verfügt die Leber über einen ausgeklügelten Feinbau aus insgesamt bis zu 300 Milliarden Leberzellen, die im Team zusammen arbeiten.

Die etwa 1,5 Kilogramm schwere Drüse ist ein sehr geduldiges Organ, welches kaum mit unangenehmen Begleiterscheinungen auffällt. Allerdings können z. B. Völlegefühl und/oder eine vermehrte Müdigkeit auf eine Leberschwäche hinweisen. Schmerzen, die ja im Allgemeinen ein Warnsignal darstellen, kann das häufig gebeutelte Organ dagegen nicht entwickeln. Zur Unterstützung der Leber und ihren vielfältigen Funktionen eignen sich bestimmte Pflanzen – bzw. Pflanzenextrakte. Zu diesen „leberfreundlichen“ Pflanzen zählen vor allem die Artischocke, der Löwenzahn, die Mariendistel und das Wermutkraut (Formel LE-5 Kapseln). Die in diesen Heilpflanzen enthaltenen Bitterstoffe unterstützen die Leber und fördern die Entgiftungs- und Stoffwechselleistung des belasteten Organs. Sie regen auch den Gallenfluss an. Die Mariendistel mit ihrem Inhaltsstoff Silymarin besitzt sogar eine leberregenerierende Wirkung. Auch die Koriander zählt in diese Kategorie der leberunterstützenden Gewächse, wobei das Gewürzkraut zusätzlich auch noch Schwermetallbindende bzw. – ausleitende Wirkung besitzt.

Der Darm – auch hier ist vielfach Hilfe „von außen“ gefragt

Unvorstellbar, aber tatsächlich wahr: auseinandergefaltet und „gebügelt“ hat unser gesamter Darm (Dünn- und Dickdarm) insgesamt eine Oberfläche von 400 m2 und damit in etwa die Größe eines Tennisplatzes. So steht unserem Körper eine riesige Umschlagsfläche für die Nährstoffbeschaffung zur Verfügung. Aus dem Speisebrei werden Fette, Zucker, Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente herausgeholt. Damit das Ergebnis möglichst optimal ausfallen kann, hat die Natur den Darm mit zahlreichen Falten, Furchen und Vertiefungen versehen. Dieser Trick der gigantischen Oberflächenvergrößerung erleichtert dem Darm seine Aufgabe gewaltig. Inzwischen hat es sich herumgesprochen – die Darmgesundheit ist von zentraler Bedeutung für unser Leben. Das Organ muss ebenfalls zahlreiche Funktionen erfüllen – unter anderem ist es auch an der Entgiftungsleistung mitbeteiligt. Fehlernährung (z. B. Ballaststoffarmut), Lebensmittelzusatzstoffe, Medikamente (Antibiotika, Abführ-, Schmerzmittel), Genussmittel, Umweltgifte und Stress machen dem Organ häufig zu schaffen. Darunter leider vor allem die „Darmbewohner“ – die dort angesiedelten probiotischen Keime. Diese sind für eine gesunde körpereigene Abwehr von immenser Wichtigkeit.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die im Darm vorhandenen Keime unter anderem auch für die Psyche von Bedeutung sind. Wir sollten daher auch diesem Entgiftungsorgan mehr Beachtung schenken. Um einer Fehlbesiedlung des Darmes vorzubeugen bzw. diese zu bekämpfen ist es ratsam gelegentlich eine Darmreinigung (z. B. mit Heil-, vulkanischer Mineralerde: Terra Gold Pulver so wie Terra Gold Kapseln) durchzuführen und anschließend den Darm mit „guten“ Darmbakterien (Colon Immun Kapseln) zu unterstützen. Hier sind probiotische Keime wie diverse Laktobazillen und Bifidobakterien in hoher Keimzahl besonders gut geeignet. Am Besten ist die Kombination aus Probiotika und Ballaststoffen, da letztere gleichzeitig als „Futter“ für diese Darmbakterien dienen und deren Wachstum zusätzlich begünstigen.

Vielen Dank an Prof. Dr. Michaela Döll für den spannenden Beitrag!